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BOS: Einschränkungen für Online Casinos in Schweden müssen wegfallen

Die BOS ist mit der derzeitigen Situation in Schweden unzufrieden. Die Regierung möchte die bestehenden Beschränkungen für Glücksspiele nur Schritt für Schritt aufheben. Für Online Casinos werden die Einschränkungen laut BOS zu spät aufgehoben. Deshalb wandte sich der Verband an die schwedische Regierung.

Schwedens Hauptstadt Stockholm.

Die schwedische Regierung möchte die Einschränkungen für die Online Casinos bis Mitte November aufrechterhalten. Die BOS sieht dies kritisch und möchte den Wegfall der Beschränkungen. (©12019/Pixabay)

Fehlende Gründe für Aufrechterhaltung der Einschränkungen

Bereits im Juni 2020 hatte die schwedische Regierung aufgrund der Corona-Pandemie und den Lockdowns einige Einschränkungen für Online-Glücksspiele festgesetzt. Dank dieser Einschränkungen sollte eine Spielsucht verhindert werden. Die Befürchtung lag darin, dass aufgrund der Lockdowns mehrere Personen zum Glücksspiel greifen würden. Andere hingegen, die bereits gerne spielen, könnten aufgrund während des Lockdowns noch mehr spielen. Immerhin sitzen die meisten nur noch daheim und suchen nach einer Beschäftigung.

Um das Risiko von Spielsucht während der Corona-Pandemie zu mindern, führte die schwedische Regierung folgende Einschränkungen ein:

  • Jeder Spieler darf pro Woche nur 500 Euro setzen
  • Online Casinos müssen ihre Boni auf 10 Euro begrenzen
  • Vor Spielbeginn müssen die Spieler ein Zeitlimit setzen

Diese Beschränkungen sollten ursprünglich nur für die Zeit der Lockdowns gelten, wurden jedoch immer wieder verlängert. Die BOS ist jedoch der Ansicht, dass es keine Gründe mehr gibt, die Einschränkungen aufrechtzuerhalten. Das liegt unter anderem daran, dass auch die Pflicht zur Arbeit im Homeoffice zum 29. November wegfällt.

Mit diesem Argument wird die BOS wahrscheinlich nicht weit kommen. Immerhin werden die Einschränkungen für Glücksspiele zum 14. November aufgehoben. Ein weiteres Argument der BOS lautet, dass die Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bereits zum 29. September aufgehoben werden. Somit lägen keine Gründe mehr vor, das Online Glücksspiel zu beschränken.

BOS bislang ohne Erfolg

Ob die BOS nun mit ihrer neuen Forderung Erfolg haben wird oder nicht, bleibt abzuwarten. Dieser Verband hatte sich sofort an die schwedische Regierung gewandt, als das erste Mal die Beschränkungen festgesetzt wurden. Auf diese Kritik erhielt die BOS keinerlei Reaktion. Auch bei den wiederholten Verlängerungen der Maßnahmen hatte die BOS keinen Erfolg. Aus dieser Sicht betrachtet könnte auch die aktuelle Forderung von einem geringen Erfolg gekrönt sein.

Laut BOS ist die Anzahl der Spieler während der Corona-Pandemie tatsächlich etwas angestiegen. Positiv hierbei ist jedoch, dass sich nicht deren Einsätze erhöht haben. Stattdessen hätte sich der durchschnittliche Einsatz sogar verringert. Diese Zahlen sind für den Verband Grund genug, die Einschränkungen aufzuheben. Scheinbar haben die Maßnahmen bereits gewirkt und es könnte durchaus sein, dass sich die Spieler auch in Zukunft an diese halten. Zumindest wäre ein grundsätzliches Einsatzlimit pro Monat durchaus denkbar, wie es auch in Deutschland der Fall ist.

BOS befürchtet Abwanderung zu illegalen Angeboten

Bereits im April dieses Jahres wies Verbandschef Gustaf Hoffstedt darauf hin, dass eine Einschränkung der legalen Glücksspielangebote zu einer Abwanderung zu illegalen Glücksspielanbietern führen kann. Neueste Zahlen würden beweisen, dass inzwischen viele Spieler zu den illegalen Anbietern überwechseln. Die BOS hingegen ist nur für legale Anbieter wie zum Beispiel Microgaming, Bet365, William Hill, Kindred und LeoVegas zuständig. Hierbei handelt es sich um seriöse Anbieter mit diversen Lizenzen.

Die Zahlen, auf die sich der BOS stützte, stammen aus einer neuen Marktanalyse der staatlichen Verwaltungsbehörde Statskontoret, deren Ergebnis im März 2021 veröffentlicht wurde. Alle Spieler hätten im Jahr 2020 27,3 Milliarden SEK für Glücksspiele ausgegeben – 2,6 Milliarden SEK flossen zu illegalen Glücksspielangeboten. Auf den ersten Blick scheint dies nicht beunruhigend zu sein. Zu beachten ist jedoch, dass in Schweden die Glücksspiele erst seit Anfang 2019 legalisiert wurden. Bereits Ende des Jahres besaßen die legalen Glücksspielanbieter einen Anteil von 88 Prozent. Im Jahr 2020 sank der Anteil auf 85 Prozent.

BOS sieht die Einschränkungen als Grund für den geringeren Anteil an legalen Glücksspielen an. Werden diese länger aufrechterhalten, könnte die Abwanderung zu illegalen Angeboten noch stärker ausfallen. Immerhin gibt es bei den illegalen Anbietern keine Einschränkungen. Hinzu kommt, dass die schwedische Glücksspielbehörde folgendes herausgefunden hat: Nur fünf Prozent der Spieler wissen, wie sie einen legalen Anbieter erkennen können. So kann es aus Versehen zu einer Abwanderung zu einem illegalen Online Casino kommen, wenn deren Angebot interessanter erscheint.

In anderen Ländern gelten Beschränkungen dauerhaft

Einschränkungen bei legalen Anbietern können immer dazu führen, dass sich ein Casinofan für ein illegales Angebot entscheidet. Nichtsdestotrotz gibt es in anderen Ländern generell Einschränkungen, zum Beispiel in Deutschland. Hier gilt ein monatliches Einsatzlimit von 2000 Euro. Eine Zeitbegrenzung gibt es jedoch nicht.

In Griechenland gibt es die Regel, dass ein Spin an einem Spielautomaten maximal zwei Euro kosten darf. Spanien hat generell eine lockere Gesetzgebung, es sei denn, es handelt sich um Lottospiele. Diese sind nach wie vor den Gesellschaften ONCE und SELAE vorenthalten. Einer neuen Meldung zufolge wird sich dies in Zukunft ändern, da Spanien eine ähnliche Regel wie Deutschland ansetzen möchte. Zudem war auch in Spanien das Glücksspiel während der Corona-Pandemie eingeschränkt, damit das Risiko eines vermehrten Spielens verringert wird.

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Der Beitrag wurde am 15.9.2021 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , veröffentlicht.
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