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Erfolgreiche Razzien gegen illegale Glücksspiele in Österreich

Österreich kämpft seit Jahren gegen illegal betriebenes Glücksspiel. Zwar werden immer wieder illegal betriebene Spielhallen ausgehoben, einen wirklichen Erfolg stellen diese Situationen aber nicht dar. Das liegt an bestimmten Umständen, weshalb die Regierung sogar überlegt, ein neues Gesetz zu erschaffen.

Sechs Spielautomaten stehen in einer Spielhalle nebeneinander.

Österreich kämpft seit 2018 gegen illegale Glücksspielhallen. Vor ein paar Tagen wurde wieder eine illegale Spielhalle bekämpft. (©Bru-nO/Pixabay)

Neueste Ermittlungserfolge in Salzburg

Vor ein paar Tagen ermittelte die Polizei in Salzburg und konnte hierbei eine illegale Spielhalle stürmen. Allerdings bestand auch diesmal das Problem, dass die Tür nicht freiwillig geöffnet wurde, weshalb alle Spieler flüchteten. Lediglich zwei Personen konnten festgenommen werden. Hierbei handelte es sich um eine Frau und einen Mann. Der Mann ist ein Bruder eines bereits bekannten illegalen Glücksspielbetreibers. Aus diesem Grund kann die Festnahme dessen als Erfolg verbucht werden. Zudem konnten 11 Spielautomaten und 6.000 Euro sichergestellt werden. Einen Teil des Geldes hatte der Mann nahe seines Körpers versteckt.

Vor einigen Monaten jedoch war die Polizei erfolgreicher. Damals wurden 177 Spielautomaten sichergestellt, die zudem manipuliert wurden. Die Manipulation sollte die Gewinne der Betreiber erhöhen. Sollte dies auch den Spielern bekannt sein, stellt sich zu Recht die Frage, weshalb diese überhaupt in illegalen Spielhallen spielen. Zudem konnte die Polizei damals 45.000 Euro, 50 Luxusuhren und mehrere Waffen sicherstellen.

Neu kommt hinzu, dass sich die Spieler nicht nur an der Teilnahme eines illegalen Spiels schuldig machen. Während eines Lockdowns können auch Strafen wegen Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen verhängt werden. Mit solch einer Strafe muss zumindest der jüngst festgenommene Betreiber der illegalen Spielhalle rechnen. Einer offiziellen Meldung zufolge könnte ihm eine Strafe von 22.000 Euro drohen.

Razzien finden seit 2018 statt

In Österreich gilt ein sehr strenges Gesetz, das die Aufstellung von Spielautomaten regelt. Diese Gesetze werden vom Land festgesetzt und regeln unter anderem folgendes:

  • Die Anzahl der erlaubten Spielhallen pro Bundesland. In Oberösterreich beispielsweise dürfen nur drei Lizenzen vergeben werden.
  • Die Rechtsform der juristischen Person, die eine Spielhalle betreibt.
  • Jeder Betreiber muss ein Kontrollsystem und ein Warnsystem installieren. Hiermit soll insbesondere der Spielerschutz gewährleistet werden.
  • Meistens wird eine Lizenz nur noch an große Spielehersteller und Konzerne wie Novomatic und Admiral vergeben.

Solch ein strenges Gesetz führte dazu, dass es viele illegale Spielhallen gibt. Diese Tatsache ist seit 2012 bekannt, aber erst seit 2018 wurde die Finanzpolizei eingeschaltet. Seit dieser Zeit gibt es immer wieder Razzien, die häufig zu einem Erfolg führten. Allerdings hat sich seit der Corona-Pandemie der Zustand verschärft und die illegalen Spielhallen haben sich vermehrt.

Gründe und Schwierigkeiten der Razzien

Abgesehen davon, dass der Staat keine Steuern erhält, wenn eine Spielhalle illegal betrieben wird, gibt es weitere Gründe, weshalb Österreich so streng gegen diese Spielhallen vorgeht. So stehen diese Spielhallen im direkten Wettbewerb zu staatlichen Betreibern, zum Beispiel Casinos Austria. Hierbei handelt es sich zwar nur um ein halbstaatliches Unternehmen, aber der Staat ist an den Gewinnen beteiligt.

Hinzu kommt, dass eine Spielhalle oft von Kriminellen geführt wird, die an anderen kriminellen Tätigkeiten beteiligt sind. Aus diesem Grund konnten auch öfters Waffen gesichert werden. Die Ideen, mit denen die Glücksspielbetreiber eine Razzia zu verhindern versuchen, verdeutlicht deren kriminelle Energie. Einige dieser sichern die Türe elektrisch ab, während andere die Spielautomaten mit Ketten, Reizgas oder Nebelgranaten sichern. Das allergrößte Problem ist jedoch die Tatsache, dass beschlagnahmte Spielautomaten über Nacht ersetzt werden.

Aus diesem Grund spricht die Polizei inzwischen von einem bewaffneten Kampf. Daraus entstand die Idee der engen Zusammenarbeit zwischen örtlicher Polizei und Finanzpolizei, um die Glücksspielmafia zu besiegen.

Österreich plant neues Gesetz

Obwohl die Razzien immer wieder zu Erfolgen führen, kann noch kein großer Erfolg verbucht werden. Letztes Jahr wurde zwar der Anführer der Wiener Gruppe festgenommen, der eigentliche Gründer der illegalen Spielhallen wurde noch nicht ermittelt. Ferner stellt ein illegales Glücksspiel keinen Strafbestand dar, weshalb die Polizei in diesem Zusammenhang von einer Begleitkriminalität spricht. Nur bei dieser kann die Polizei derzeit erfolgreich sein. Deshalb möchte Österreichs Regierung ein neues Gesetz verabschieden. Diese Idee entstand bereits im Herbst letzten Jahres und könnte in diesem Jahr umgesetzt werden.

Was soll das neue Gesetz regeln? In erster Linie soll ein Gesetz erschaffen werden, das der Polizei beim Vorgehen gegen das illegale Glücksspiel unterstützen soll. Das bisherige Problem ist, dass das Betreiben einer illegalen Spielhalle keinen Strafbestand darstellt. Bis zum neuen Gesetz kann die Polizei nur gegen Steuerhinterziehung, Waffen- oder Drogenbesitz vorgehen. Ein entsprechend neues Gesetz hingegen könnte das illegale Glücksspiel als Strafbestand definieren, wodurch die örtliche Polizei sofort dagegen vorgehen könnte.

So begrüßenswert diese Idee auch ist. Die Frage stellt sich nur, ob echte Kriminelle sich von dem Strafbestand abbringen lassen. Dass weitere kriminelle Tätigkeiten bereits strafbar sind, stellt für diese Personengruppe auch keinen Hinderungsgrund dar. Bislang gelang es den meisten, eine ermittelte illegale Glücksspielhalle an einem anderen Ort sofort wieder zu eröffnen.

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Der Beitrag wurde am 29.1.2021 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , veröffentlicht.
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