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Dänemark: Neue Regeln für die Glücksspielbranche

Die dänische Glücksspielbehörde Spillemyndigheden hat die Gesetze rund um das Glücksspiel im Land wieder einmal verschärft. International genießen die Behörden in Skandinavien durchaus einen strengen Ruf, auch wenn das Spiel hier in vielen Teilen weitläufig erlaubt wird. Besonders betroffen sind von den Gesetzesreformen jetzt vor allem die Online-Anbieter. Diese müssen sowohl im Bereich der Sportwetten als auch im Bereich der Online-Casinospiele auf zahlreiche neue Vorgaben achten.

Spielsaal im Casino.

Offline wie online sind die Glücksspiele in Dänemark enorm beliebt. Online müssen die Anbieter künftig allerdings neue Vorgaben der Glücksspielbehörden berücksichtigen. (©DanMSchell/Pixabay)

Neue Gesetze bereits ab dem 1. Januar 2020

Wenn das neue Jahr startet, wird sich auf dem dänischen Glücksspielmarkt einiges ändern. Den Grundstein hierfür hat die dänische Glücksspielbehörde Spillemyndigheden in einer Gesetzesreform gelegt, die kürzlich bekannt gegeben wurde. Wie so oft, geht es vor allem um einen verbesserten Spielerschutz und darum, den Problemspielern bei Bedarf eine schnellere Hilfe zur Verfügung zu stellen. Die neue Gesetzesreform reiht sich damit ein in eine kleine Reihe von Gesetzesänderungen der dänischen Behörden. Erst vor wenigen Wochen wurde beschlossen, dass die Online-Glücksspielanbieter künftig eine erhöhte Steuer in Höhe von acht Prozent werden zahlen müssen. Allerdings soll diese Anpassung erst zum Jahr 2021 erfolgen. Die neuen Änderungen stehen der Branche nun deutlich früher bevor und sollen laut Behörden zum 1. Januar 2020 umgesetzt werden.

Gefordert werden von der Glücksspielbehörde im neuen Gesetz verschiedene Punkte. Bereits in der Vergangenheit wurden derartige Umsetzungen immer wieder recht kurzfristig verlangt. Allerdings waren diese nur selten so umfangreich wie im aktuellen Fall.

Neue Hinweise und direkte Links zur Unterstützung

Umsetzen müssen die Casinos und Glücksspielanbieter online und in ihren jeweiligen Apps zahlreiche neue Vorgaben. Viele Spieler hätten offenbar Probleme dabei gehabt, einen lizenzierten und legalen Wettanbieter im großen Becken des Marktes ausfindig zu machen. Die Folge: Obwohl sie ein legales Angebot aufsuchen, landen einige Spieler bei illegalen Anbietern ohne eine Lizenz des Landes. Das soll künftig verhindert werden, in dem klar erkennbare Lizenzierungsnachweise auf der Webseite und in der App verbaut werden. Die Spieler können so auf einen Blick erkennen, ob und wie der jeweilige Anbieter reguliert wird und ob es sich um einen legalen Anbieter mitdänischer Lizenz handelt. Zusätzlich dazu fordert die schwedische Regulierungsbehörde, dass die Angebote Informationen und direkte Links zum Ausschlussregister liefern. Hierbei handelt es sich um das nationale Selbstausschlusssystem „ROFUS“, mit welchem sich die Spieler selbst vom Spielbetrieb ausschließen können. Eingeführt wurde das System bereits vor einigen Monaten, laut dänischen Medien sollen schon zahlreiche Spieler die Unterstützung in Anspruch genommen haben. Zusätzlich wird seit einiger Zeit auch eine Telefonberatung durch die Glücksspielbehörde angeboten. Wie es heißt, hätten diese Art der Unterstützung schon mehr als 500 Spieler in Anspruch genommen. Die Zahl der gesperrten bzw. registrierten Spieler in der Ausschluss-Datenbank dürfte noch einmal um ein Vielfaches höher sein. Von Seiten der dänischen Behörde heißt es hierzu:

“Es ist an sich kein großer Erfolg, so viele Anrufe vorweisen zu können. Für uns besteht das Kriterium des Erfolgs jedoch darin, dass jene, die unsere Hilfe benötigen, wissen, dass es uns gibt. Wir sind glücklich darüber, dass unsere Anrufer sich gut beraten und geführt fühlen.“

Mit den genannten Punkten hat es sich bei der Gesetzesänderung allerdings noch nicht getan. Es geht weiter. Ein großer Wert wird von der Behörde so darauf gelegt, dass die Spieler ihre Einsätze und Aktivitäten besser kontrollieren können.

Spieler müssen feste Limits festsetzen

Eine der schwerwiegendsten Änderungen in der Gesetzesnovelle findet sich zum Beispiel rund um die Einsatzlimits der Spieler. Diese müssen bereits zu Beginn ihrer Casino-Karriere mögliche Limits festlegen, mit denen dann die Einsätze oder Verluste begrenzt werden können. Der Clou: Die Spieler können das Limit flexibel anpassen und sogar ein wöchentliches oder monatliches Limit definieren. Die Online-Glücksspielanbieter sind dann verpflichtet dazu, die Einhaltung dieser Beschränkungen sicherzustellen. Ein Maximum für die Spieler wurde aber noch nicht aufgestellt. Diese können also zwar ein Limit setzen, dieses aber beliebig hoch einstellen lassen. Bei großen Einzahlungen oder Einsätzen sind die dänischen Glücksspielanbieter online aber ohnehin verpflichtet dazu, im Sinne der Anti-Geldwäsche-Richtlinien die Herkunft der Gelder zu überprüfen.

Überprüfen können sollen die Spieler künftig auch detaillierter ihre Aktivitäten bei den Glücksspielanbietern. Bislang war es so, dass sich die Spieler einen Rückblick über die Aktivitäten der letzten zwölf Monate aufzeigen lassen konnten. Somit konnten diese prüfen, welche Einsätze und Verluste im vergangenen Jahr verzeichnet wurden. Künftig soll die Spanne deutlich erweitert werden und so schon den ersten Tag ab der Anmeldung umspannen. Die Spieler können dann auch nach Jahren noch prüfen, wie viel Gel bei den einzelnen Anbietern gesetzt, verloren oder gewonnen wurde. Die Behörden erhoffen sich, dass mehr Spieler diese Aufzeichnungen nutzen, um das eigene Spielverhalten zu analysieren und so möglicherweise selbst Veränderungen vorzunehmen.

Dänemark rückt den Markt zurecht

Innerhalb der kommenden Tage und Wochen wird sich auf dem dänischen Glücksspielmarkt für Spieler und Betreiber so künftig ein etwas anderes Bild ergeben. Das sind die Dänen allerdings gewohnt. In der jüngeren Vergangenheit wurden von der zuständigen Glücksspielbehörde immer wieder Änderungen ins Leben gerufen, die oftmals binnen kürzester Zeit umgesetzt wurden. Hierzu gehört auch die bereits angesprochene Steuererhöhung auf acht Prozent, welche erst vor wenigen Monaten beschlossen wurde. Umgesetzt werden soll diese jedoch erst schrittweise bis 2021. Bei allen guten Bemühungen rund um die Arbeit der Behörden sollten diese allerdings aufpassen, den Markt nicht mit einer Überregulierung zu sehr zu beschränken. Dänemark wäre nicht das erste Land, welches bei der Regulierung der Glücksspielbranche ein wenig zu forsch agiert und einen eigentlich starken Markt so schwächt. Aus Sicht der Spieler sind die neuen Gesetze aber erst einmal sehr erfreulich, da eine deutlich bessere Hilfe für Problemspieler und ein wesentlich stärkerer Schutz vor einem problematischen Spielverhalten geboten wird.

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Der Beitrag wurde am 17.12.2019 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , veröffentlicht.
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