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Evobet verliert Lizenz aus Malta

Zugegeben: Es kommt selten vor, dass ein Glücksspielanbieter seine Lizenz verliert. Das Entziehen einer Lizenz ist zwar ebenso möglich wie die Vergabe dieser. Trotzdem handelt es sich um eine seltene Situation, von der nun der Sportwettenanbieter Evobet betroffen ist. Die MGA hat diesem Unternehmen die Lizenz entzogen. Mit diesem Entzug sind negative Konsequenzen verbunden.

Ein vollbesetztes Stadion eines Tennisturniers – zwei Spieler sind gerade beim Spielen.

Die maltesische Aufsichtsbehörde hat Evobet die Lizenz entzogen und muss die Guthaben an die Kunden auszahlen. Detaillierte Gründe wurden nicht angegeben. (©Pexels/Pixabay)

Lizenz wurde bereits Mitte Juli entzogen

Erst jetzt wurde bekannt gegeben, dass die Lizenz bereits Mitte Juli entzogen wurde. Hiervon sind drei Online Portale von Evobet betroffen: bet11.com, sports.bet11.com und m.bet11. Doch was bedeutet das im Detail für Evobet? Mit welchen Konsequenzen muss der Sportwettenanbieter zurechtkommen?

Die Konsequenzen lassen sich einfach und schnell erklären: Evobet darf über die oben erwähnten Portale keine Spiele oder Sportwetten mehr anbieten. Ferner darf es keine neuen Spieler mehr aufnehmen und darf auch von den Bestandskunden keine Einzahlung entgegen nehmen. Somit ist das Platzieren von Wetten über Evobet nicht mehr möglich. Stattdessen muss der Sportwettenanbieter alle vorhandenen Guthaben an die Kunden auszahlen. Eine weitere Konsequenz ist das Bezahlen der ausstehenden Lizenzgebühren.

Allerdings hatte das Unternehmen ausreichend Zeit, um sich auf die Konsequenzen einzustellen. Schließlich muss vor dem Entzug einer Lizenz immer eine Suspendierung erfolgen. Diese stellt somit eine Warnung dar. Werden die in der Suspension erwähnten Vorwürfe nicht behoben, folgt der Entzug der Lizenz. Im Falle von Evobet wurde nicht bekannt gegeben, ob eine Suspendierung erfolgte. In schweren Fällen ist es möglich, dass beides zeitgleich ausgesprochen wird.

Wie lauten die Vorwürfe gegen Evobet?

Detaillierte Angaben über die Vorwürfe, die gegen Evobet erhoben wurden, sind nicht veröffentlicht worden. Es heißt lediglich, dass das Unternehmen gegen Regel 9 verstoßen hätte. In diesem Zusammenhang gab die MGA bekannt:

  • Das Unternehmen hätte eine oder mehrere anwendbare Verpflichtungen bezüglich der Regulierungsinstrumente nicht eingehalten. Es kann auch sein, dass andere auf Malta gültige Gesetze nicht eingehalten wurden.
  • Das Unternehmen hätte nicht alle der geschuldeten Beiträge rechtzeitig an die MGA bezahlt.

Welche Verpflichtungen Evobet nicht eingehalten hat, wurde nicht näher erläutert. Somit weiß kein Kunde, ob das Unternehmen gegen die Spielersicherheit verstieß oder ob die Vorschriften in Bezug auf eine Geldwäsche nicht eingehalten wurden. Beides kann für die MGA ein Grund sein, einem Glücksspielanbieter die Lizenz zu entziehen. Ein weiterer Grund für den Lizenzentzug kann die Erlaubnis darstellen, unzulässigen Personen oder unzulässigen Unternehmen das Spielen zu erlauben.

Dass solch ein Verstoß zu einem Lizenzentzug führt, ist nachvollziehbar. Immerhin könnte bei solchen Verstößen die Sicherheit der Spieler beeinträchtigt werden. Weshalb jedoch eine verspätete Zahlung der Lizenzgebühr zum Entzug der Lizenz führt, ist nicht direkt zu verstehen.

Darf Evobet in anderen Ländern agieren

Die maltesische Lizenz bezog sich nur auf Malta. Das bedeutet, dass Evobet in anderen Ländern agieren darf. Dies funktioniert aber nur, wenn Evobet für diese Länder eine eigene Lizenz besitzt. Derzeit ist es so, dass der Sportwettenanbieter von Curacao eine Lizenz innehält. Somit kann in einigen Ländern weiterhin das Angebot von Evobet genutzt werden.

Bezüglich Europa gilt jedoch, dass die meisten Glücksspielanbieter eine Lizenz aus Malta besitzen. Auf diese europäische Lizenz beriefen sich die Glücksspielkonzerne, wenn sie ihre Dienste in Europa anboten. Als Hauptargument wurde die europäische Dienstleistungsfreiheit erwähnt. Ob das Angebot ohne maltesische Lizenz in Europa weiterhin aufrecht erhalten werden darf, wissen nur Experten. Eine Ausnahme würde jedoch eine Lizenz des entsprechenden Landes darstellen. Inwieweit sich der Entzug der Lizenz auf weitere Lizenzen auswirkt, kann nicht abgeschätzt werden. Denkbar ist, dass sich die Länder an der maltesischen Entscheidung orientieren.

Es gibt einen weiteren Grund, weshalb es für Evobet schwierig werden könnte, für andere Länder eine Lizenz zu erhalten. Das Unternehmen hatte während der Corona-Pandemie Werbemails verschickt und den Spielern das Setzen von Online-Wetten nahegelegt. Mit solchen Aktionen war nicht nur die MGA, sondern auch andere Aufsichtsbehörden unzufrieden. Als Folge hiervon wurde den betroffenen Glücksspielanbietern verboten, solch eine Werbung aufrechtzuerhalten.

Evobet ist auch in Deutschland vertreten

Evobet unterhält ein Online Casino, das auch in Deutschland angeboten wird. Das Casino wird in deutscher Sprache angeboten und bietet nicht nur die Möglichkeit, Sportwetten zu platzieren. Es bietet ein umfangreiches Sortiment an Slots an. Zudem gibt es einen Live Bereich und die Chance, Wetten auf ESPORTS zu setzen. Interessanterweise arbeitet Evobet mit vielen bekannten Spieleherstellern zusammen: NetEnt, Microgaming, Evolution, Red Tiger und viele mehr. Normalerweise bezeugt die Zusammenarbeit mit diesen Herstellern, dass es sich um ein seriöses Online Casino handelt.

Evobet besteht seit 2018 und hat seinen Sitz auf Curacao. Inwiefern sich der Entzug der maltesischen Lizenz auf das Angebot in Deutschland auswirkt, wird erst die nahe Zukunft verraten. Bislang scheint das Online Casino für deutsche Spieler noch erreichbar zu sein. Dies geschieht nicht nur über einen Browser. Evobet stellt auch eine App zur Verfügung und steht somit schnell und einfach den gesamten Tag über zur Verfügung.

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Der Beitrag wurde am 8.9.2021 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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