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Gauselmann: Corona Pandemie wirkt sich negativ aus

Die Corona Pandemie läuft seit fast einem Jahr und inzwischen mussten viele Unternehmen Insolvenz anmelden oder ihre Mitarbeiter drastisch reduzieren. Die Glücksspielbranche wurde von den Lockdowns nicht verschont, weshalb auch in dieser Branche viele Casinos und Spielhallen geschlossen wurden. Ein Konzern schien von den negativen Auswirkungen verschont geblieben zu sein: Gauselmann. Doch nun kommen auch von diesem Unternehmen schlechte Nachrichten.

Eine Spielhalle von innen, in der acht Spielautomaten nebeneinander stehen.

Gauselmann leidet das erste Mal seit Bestehen des Konzerns unter einem Umsatzrückgang und roten Zahlen: Im Jahr 2020 ging der Umsatz weltweit um 30 Prozent zurück. (©️Bru-nO/Pixabay)

Kurzarbeit und rote Zahlen bei Gauselmann

Im letzten Jahr gab es einige Glücksspielkonzerne, die nicht nur Kurzarbeit anmeldeten, sondern auch mehrere Mitarbeiter entlassen mussten. Von diesen waren nicht nur Unternehmen in Europa betroffen, sondern auch in den USA. So hat MGM bereits im August 2020 18.000 Mitarbeiter entlassen und bei Novomatic wurden 120 Mitarbeiter entlassen. Letztere Zahl erscheint im Vergleich zu MGM geradezu „kleinlich“. Das betroffene Personal wird es anders sehen.

Gauselmann hatte im vergangenen Jahr wie immer neue Auszubildende eingestellt und erneut Bäume gespendet. Somit schien bei diesem Unternehmen alles wie immer abzulaufen. Doch der Schein trügte bereits damals und Gauselmann hat für das Jahr 2020 einen Umsatzrückgang von 30 Prozent zu verzeichnen. Diese Zahlen sind der Tatsache geschuldet, dass auf der ganzen Welt ungefähr 700 Spielhallen von Gauselmann geschlossen sind – aufgrund der Corona Pandemie.

Die Geschäftsführung reagierte richtig und setzte 14.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Damit sollen Entlassungen verhindert werden. Bleibt zu hoffen, dass die Lockdowns bald zu Ende gehen, damit wirklich niemand endgültig seinen Job verliert.

Gauselmann hatte sich für die Westspiel Casinos beworben

Seit über zwei Jahren wird darüber nachgedacht, die Westspiel Casinos in Nordrhein-Westfalen zu privatisieren. Hierbei handelt es sich um staatliche Spielhallen, die sich an vier Standorten befinden:

  • Aachen
  • Bad Oeynhausen
  • Dortmund
  • Duisburg

Letztes Jahr hat die Bundesregierung grünes Licht gegeben, dass die Spielhallen verkauft und somit privatisiert werden. Gauselmann hatte sich für den Kauf dieser Casinos beworben. Die strengen Vorschriften, die der neue Eigentümer erfüllen soll, wären für Gauselmann kein Problem gewesen: Eine mindestens dreijährige Erfahrung im Sektor Glücksspiel und ein Eigenkapital von 20 Millionen Euro. Ob aufgrund der aktuellen finanziellen Situation weiterhin Interesse besteht, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Ein weiterer Grund, das Angebot zurückzuziehen, könnten in dem Umsatzverlust liegen, den auch die Westspiel Casinos im letzten Jahr hinnehmen mussten. Diese Casinos haben einen Rückgang von 20 Prozent zu verzeichnen. Auf der anderen Seite würde der neue Eigentümer eine Lizenz für sechs weitere Casinos erhalten. Über den Standort dieser wurde noch nicht berichtet. Diese Lizenz wäre für Gauselmann eine gute Möglichkeit gewesen, seinen Stand in Deutschland zu verstärken. Schließlich ist Gauselmann dank seines Merkur-Geschäftszweiges kein unbekanntes Blatt.

Automatenverkauf geht ebenfalls zurück

Im Grunde genommen kann Gauselmann froh sein, dass dieser Konzern nur einen Umsatzrückgang von 30 Prozent erlitt. Dieser Rückgang führte zwar zum ersten Mal seit Bestehen des Konzerns zu roten Zahlen. Die Online Casinos haben womöglich noch einiges aufgefangen, sonst wäre der Rückgang noch stärker gewesen. Logischerweise nahm Gauselmann im Jahr 2020 weniger ein, nachdem die Casinos und Spielhallen vor Ort über mehrere Monate hinweg geschlossen waren. Selbst zwischen den Lockdowns kamen weniger Besucher, da eine Maskenpflicht galt und das erste Mal ein Mindestabstand zwischen den Automaten erschaffen wurde.

Zusätzlich stagnierte der Geschäftszweig mit der Automatenproduktion. Der Grund liegt auch in der Corona Pandemie. Nachdem weltweit viele Casinos und Spielhallen geschlossen waren, wurden keine neuen Automaten beauftragt. Um die fehlenden Umsätze aufzufangen, hat Gauselmann rechtzeitig die staatlichen Hilfen angefordert. Die Zukunft wird zeigen, ob diese ausreichend sind, damit der Konzern auch in Zukunft wieder schwarze Zahlen schreibt.

Neuer Glücksspielstaatsvertrag für Deutschland könnte Probleme bereiten

Gauselmann betreibt nicht nur Online Casinos und produziert Spielautomaten. Zu Gauselmann zählt Merkur, eine Marke für Spielhallen. Solche Spielhallen werden auch in Deutschland betrieben, solange sie nicht wegen eines Lockdowns geschlossen sind. Der neue Glücksspielstaatsvertrag könnte in diesem Bereich zu weiteren Problemen für Gauselmann führen. Der neue Glücksspielstaatsvertrag regelt nicht nur die Online Glücksspiele. Der Vertrag bestimmt, dass in Zukunft alle Casinos und Spielhallen mindestens 500 Meter auseinander liegen müssen. Das könnte bedeuten, dass viele Spielhallen geschlossen werden müssen. Davon könnten natürlich auch Merkur-Filialen betroffen sein.

Auf der anderen Seite könnte der neue Glücksspielstaatsvertrag eine Chance für höhere Umsätze darstellen. Laut dem Vertrag darf ein Online Casino keine klassischen Spiele wie Roulette und Blackjack mehr anbieten. Lediglich Slots und Video Poker dürfen angeboten werden. Wer auf diese beliebten Casinospiele nicht verzichten möchte, muss unweigerlich ein Casino vor Ort aufsuchen. Hierdurch könnte es sein, dass mehrere Spielhallen und Casinos ins Leben gerufen werden. Natürlich nur, wenn der gesetzlich geforderte Abstand zueinander und der Abstand zu Kinder- und Jugend-Einrichtungen eingehalten wird. Ob sich all dies umsetzen lässt, wird die Zukunft zeigen.

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Der Beitrag wurde am 24.2.2021 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , , , veröffentlicht.
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