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NetEnt startet in der Schweiz

Seit der Schweizer Volksabstimmung vor einigen Monaten ist der Glücksspielmarkt der Alpenrepublik enorm abgeschottet. In ist, wer drin ist. Und das sind nicht allzu viele. Offiziell dürfen nur die Spielbanken des Landes ihre Spiele auch online zur Verfügung stellen. Aber auch nur dann, wenn die Genehmigung entsprechend erweitert wurde. Jetzt darf sich auch der schwedische Entwickler NetEnt zum elitären Kreis der Akteure in der Schweiz zählen. Der Grund dafür ist eine Kooperation mit gleich zwei Casinos. Sowohl das Grand Casino Baden als auch das Grand Casino Luzern stellen im Online-Angebot künftig die Spiele von NetEnt zur Verfügung.

Vertragsunterschrift.

Der schwedische Casino-Entwickler geht Kooperationen mit gleich zwei Schweizer Casinos ein. Damit kann NetEnt seine Spiele auf dem abgeschotteten Markt der Alpenrepublik anbieten. (©edar/Pixabay)

ISO-Zertifikat als größte Hürde für die Partnerschaft

Der schwedische Glücksspiel-Entwickler NetEnt startet auf dem Schweizer Online-Markt durch. Der Konzern geht eine Kooperation mit zwei Casinos ein, nachdem als letzte große Hürde das erforderliche ISO-Zertifikat eingeholt werden konnte. Diese war Grundvoraussetzung für das Unterzeichnen der Verträge. Die globale Standardnorm ISO 27001 umfasst dabei verschiedene Prüfbereiche, wie zum Beispiel den Datenschutz, die Infrastruktur und die Netzwerkkonfiguration oder die Entwicklung. Ausgegeben wird dieses Zertifikat ausschließlich an Unternehmen, die dem Informationssicherheits-Management (ISMS) zugestimmt haben. Für NetEnt ist die Zertifizierung ein enormer Erfolg. Nicht nur die jetzt bestätigten Kooperationen kommen so zustande. Auch künftig darf der Entwickler auf Grundlage dieser Zertifizierung weitere Partnerschaften in der Schweiz eingehen.

Zunächst ausgestellt wird das Zertifikat für drei Jahre. Anschließend muss sich der Entwickler weiteren Prüfungen unterziehen. Nachgewiesen wird durch die Zertifizierung, dass NetEnt alle Maßnahmen und Anforderungen im Bereich der Informationssicherheit erfüllt. Darunter zum Beispiel der Schutz vor Hackern. In einer Pressemitteilung erklärte NetEnt-CEO Henrik Fagerlund:

“Die ISO 27001-Zertifizierung ist eine wichtige Anerkennung für uns und das Ergebnis der engagierten und harten Arbeit unseres Teams. Wir sind sehr stolz darauf, ein zuverlässiger, vertrauenswürdiger und sicherer Partner für Kunden und Akteure zu sein.“

Schweden starten in der Schweiz durch

Nachdem nun mit dem Zertifikat offiziell die letzte Hürde gemeistert werden konnte, kann NetEnt die Arbeit für und mit dem Grand Casino Luzern und dem Grand Casino Baden aufnehmen. Henrik Fagerlund erklärte, dass man sich sehr über den Schritt auf den Schweizer Markt freue. Durch diesen könne man die Wachstumsstrategie des Unternehmens weiter fortführen und seine Position auf den regulierten Märkten in Europa stärken. Dass die Schweiz nun dazu gehört, freut die Schweden ganz besonders. Gut verständlich: Die Schweiz gilt als einer der härtesten Glücksspielmärkte überhaupt. 2018 wurde ein neues Glücksspielgesetz verabschiedet, über das zuvor per Volksentscheid entschieden wurde. Seit jeher dürfen keine ausländischen Unternehmen mehr in der Schweiz online aktiv werden. Diese werden sogar auf einer Blacklist geführt und mit entsprechenden Netzsperren belegt. Reserviert ist der Schweizer Online-Markt nur für die heimischen Spielbanken.

Möglich gemacht wird die Aktivität von NetEnt auf dem Schweizer Markt also nur dadurch, dass die Kooperationen mit den beiden Casinos ins Leben gerufen wurden. Andernfalls würden auch die Schweden auf der Blacklist des Landes landen. Neben NetEnt sind auf dem Schweizer Markt unter anderem die Entwickler Paf, Greentube oder Evolution Gaming aktiv. Viele der Entwickler waren schon einmal in der Schweiz aktiv, allerdings für ausländische Unternehmen. Nach dem Abschied kam für einige der Provider also zügig eine Rückkehr in die Alpenrepublik.

Red Tiger ebenfalls mit von der Partie

Ebenfalls bereitstellen darf NetEnt in der Schweiz neben den eigenen Entwicklungen auch die Spiele des Providers Red Tiger Gaming. Die Schweden haben das Angebot erst vor kurzer Zeit übernommen und tragen gleichzeitig auch die ISO-Zertifizierung von Red Tiger. Somit steht der Erweiterung der Portfolios in der Schweiz nichts im Wege. Allzu lange warten müssen die Spieler wohl auch nicht mehr. Wie Fagerlund mitteilt, sei die Integration von Red Tiger bereits in vollem Gange. Durch die Übernahme verspricht sich NetEnt laut eigener Aussage vor allem eine Steigerung in der Effizienz und der Wettbewerbsfähigkeit. Der Konzern wird die Struktur von Red Tiger leicht anpassen und vermutlich einige der alten Mitarbeiter entlassen. Hinter vorgehaltener Hand ist von rund 120 Mitarbeitern die Rede. NetEnt betont, dass die Maßnahmen zur bereits vor geraumer Zeit entwickelten Unternehmensstrategie gehören. Die Schweden sehen laut eigener Aussage eine Menge Einsparpotenzial durch Red Tiger. Ab der zweiten Hälfte 2020 sollen die jährlichen Einsparungen bei rund 13,6 Millionen Euro im Cashflow führen. Möglich sollen laut Einschätzungen des Unternehmens aber sogar mehr als 15 Millionen Euro sein.

In diesem Zusammenhang teilte NetEnt mit, dass das Betriebsergebnis im ersten Quartal 2019 durch die Übernahme negativ beeinflusst worden sein könnte. Dies läge vor allem an den Umstrukturierungskosten von rund 25 Millionen Schwedischen Kronen, die als einmalige Posten ausgewiesen werden sollen. Von Seiten des Konzerns heißt es:

“Wir erreich nun die nächste Stufe bei der Integration von Red Tiger, dessen Mitglieder ebenfalls Aktionäre von NetEnt werden. Die Integration wird das volle Potenzial unserer gemeinsamen Fähigkeiten freisetzen, erhebliche Zuwächse in der Effizienz der Spielentwicklung bringen und unsere Position als Marktführer im Bereich Online Casino stärken.“

Weitere Partnerschaften sind zu erwarten

Trotz der aktuell herrschenden Gesundheitskrise sieht es rund um den schwedischen Entwickler NetEnt also richtig gut aus. Der Konzern teilte mit, dass sich die ersten drei Monate des Jahres so entwickelt hätten wie man es erwartet hatte. Negative Einflüsse seien nicht zu spüren. Dieser Umstand in Kombination mit dem nun erhaltenen ISO-Zertifikat dürfte dafür sorgen, dass der Konzern mit der Festigung seiner Position auf den europäischen Märkten noch lange nicht am Ende ist. Speziell in der Schweiz sind in den kommenden Monaten weitere Partnerschaften zu erwarten. Gute Neuigkeiten sind dies auch für die Aktionäre. Insbesondere die Entwicklungen rund um die Übernahme und der gute Start ins Jahr 2020 dürften hier für Zufriedenheit sorgen. Jetzt muss sich die Partnerschaft mit den Casinos nur noch als Erfolg entpuppen.

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Der Beitrag wurde am 24.4.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , , veröffentlicht.
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