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Wynn Resorts: Trinkgeld der Dealer muss ausgezahlt werden

Es war ein langer Weg, der nun ein Ende gefunden hat. Nach rund 15 Jahren konnten die Wynn Resorts und ihre (ehemaligen) Dealer einen Streit um Trinkgelder beilegen. Ganz ohne fremde Hilfe hat das allerdings nicht geklappt. Beide Parteien schafften es nur durch gerichtliche „Hilfe“, sich zu einer Einigung durchzuringen. Die Resorts sind verpflichtet, den Dealern ihre Trinkgelder auszuzahlen. Immerhin ein Betrag von rund 5,6 Millionen US-Dollar. Ein nicht unerheblicher Teil davon ist jedoch für die massiven Anwaltskosten reserviert.

Die Wynn Resorts in Las Vegas.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Wynn Resorts im Fokus von fragwürdigen Verhandlungen stehen. (©jaygeorge/Pixabay)

Nun also doch: Wynn Resorts müssen Trinkgeld auszahlen

Ausdauer ist im Leben oftmals ein wichtiges Attribut. Wie wichtig, haben jetzt auch die Dealer der Wynn Resorts festgestellt. Bereits seit rund 15 Jahren tobt zwischen den Angestellten und dem Unternehmen ein handfester Streit rund um die Trinkgelder. Und zwar um eine nicht gerade geringe Summe. Insgesamt konnten sich beide Parteien nun auf die Zahlung von rund 5,6 Millionen US-Dollar einigen. Umgerechnet fast fünf Millionen Euro. Diese Summe müssen die Wynn Resorts an die Mitarbeiter auszahlen. Abgezogen werden von dieser Summe allerdings noch einmal horrende Anwaltskosten von gut 1,4 Millionen Euro. Zusätzlich werden knapp 30.000 US-Dollar als Zahlungen an das Gericht fällig.

Federführend in dem Verfahren waren die beiden Angestellten Joseph Cesarz und Quy Ngoc Tang. Beide reichten die Klagen ein, wobei sich mehrere Angestellte anschließend der Klage anschlossen. Das führt dazu, dass das Gericht den Betroffenen unterschiedliche Summen zusprach. Die beiden Hauptkläger erhalten laut Gericht rund 10.000 US-Dollar. Der restliche Betrag wird auf die Nebenkläger aufgeteilt. Insgesamt gut 4.200 US-Dollar pro Person. Den Nebenklägern ist es jetzt freigestellt, diese Summe zu akzeptieren. Alternativ haben diese die Möglichkeit, selbst noch einmal vor Gericht zu ziehen. Für die Angestellten ein anständiges Ergebnis, wenn auch nicht der gewünschte Betrag. Ursprünglich forderten diese eine Summe von rund 50 Millionen US-Dollar von den Wynn Resorts.

Kuriose Entscheidungswege rund um Dealer-Tips

Diese Summe basiert auf den Schätzungen des entgangenen Trinkgeldes. Gut 15.000 bis 20.000 US-Dollar sollen jedem Dealer entgangen sein. Bei gut 500 Betroffenen im Unternehmen eine stattliche Summe, die mit den 50 Millionen US-Dollar gedeckelt werden sollte. Doch worin liegt eigentlich der Grund für die Streitigkeit? Dafür muss der Blick einige Jahre zurück gerichtet werden. Im Jahre 2006 beschloss Unternehmer Steve Wynn ein neues „Belohnungssystem“ in den Resorts. Die Dealer mussten insgesamt zwölf Prozent der Trinkgelder aus dem Encore und dem Wynn an den Vorgesetzten abgeben, den sogenannten Pit Boss. Der Plan von Wynn: Angestellte sollten motiviert werden, selbst als Pit Boss arbeiten zu wollen.

Nach dieser Entscheidung blieb das Trinkgeld ein bestimmendes Thema. 2011 verbot die Regierung von Barack Obama das Teilen der Trinkgelder unter bestimmten Umständen. Konkret durfte dies nicht geteilt werden, wenn Angestellte darauf angewiesen sind und dies mit Angestellten teilen müssten, die normalerweise keine Trinkgelder erhalten. Also exakt so wie im Encore oder Wynn der Fall. 2013 bereits zogen die Angestellten vor Gericht. Zwischendurch reagierte das Unternehmen auf die Vorwürfe lediglich dadurch, dass die Rolle vom Pit Boss aufgehoben wurde. Auch dieser gehörte fortan zum „Casino Service Team“. 2016 hoben die Resorts auch diese Einteilung schließlich auf.

Wynn Resorts: Wieder einmal nicht der beste Eindruck

Obwohl man sich in dieser Sache aus Sicht der Resorts einigermaßen schadlos einigen konnte, bleibt wieder einmal ein fader Beigeschmack. Es ist nicht das erste Mal, dass die Wynn Resorts in den letzten Jahren negativ auffallen. Über allem schweben die Vorwürfe aus dem Jahre 2018. Mehrere Frauen aus dem Unternehmen erhoben schwere Vorwürfe wegen sexueller Vergehen gegen Unternehmensgründer Steve Wynn. Der Unternehmensboss trat daraufhin als Finanzchef des republikanischen Parteivorstands zurück. Kurze Zeit später erfolgte auch der Rückzug als CEO der Wynn Resorts. Der Konzern selbst hatte anschließend mit horrenden Strafzahlungen zu kämpfen und steht seit jenen Vorwürfen in einem neuen Licht.

Wynn selbst verlor ebenfalls massiv an Ansehen. Der Unternehmer hatte ursprünglich eine beeindruckende Erfolgsgeschichte hingelegt. 1942 wurde Wynn als Kind jüdischer Einwanderer in New Haven in Connecticut geboren. Als Angestellter und Teilbesitzer begann er 1967 in der Glücksspielbranche, im Alter von 31 begann er mit dem Bau des bekannten Gold Nugget Casinos. Wenig später kann das Treasure Island, das Mirage und das Bellagio dazu. Bis heute das bekannteste Projekt ist aber das Wynn Las Vegas, das im Jahre 2005 auf dem Gelände des alten Dessert Inn Hotels eröffnet wurde. Bei der Eröffnung im April war der Komplex mit Baukosten von 2,7 Milliarden US-Dollar das teuerste Hotel der Welt und gleichzeitig das höchste Casino-Hotel in Las Vegas. Bis heute ist es das einzige Casino in Las Vegas, welches über einen eigenen 18-Loch-Golfplatz verfügt. Hauptattraktion des Hotels ist jedoch der „Lake of Dreams“. Ein künstlicher See, auf den verschiedene Bilder projiziert werden. 2008 folgte zudem der Bau des zweiten großen Wynn-Resorts, dem Encore.

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Der Beitrag wurde am 14.4.2021 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , veröffentlicht.
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