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Doping-Analyse: In diesen Ländern sind die meisten Athleten und Betreuer gesperrt

“Olympische Spiele in Tokio werden auch Doping-Spiele genannt” – das ist die Einschätzung des ARD-Dopingexperten Hajo Seppelt, insbesondere aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden ausgefallenen Kontrollen. Wir haben untersucht, in welchen Ländern tatsächlich die meisten Athleten sowie das betreuende Personal aufgrund des Missbrauchs mit leistungssteigernden Mitteln gesperrt ist und ob es seit 2020 weniger Sperren gab. Außerdem haben wir herausgefunden, in welchen Sportarten am häufigsten gedopt wird und wie lang die Sportler gesperrt sind. In Deutschland sind demnach aktuell 15 Athleten mit einer Dauer von durchschnittlich 4,5 Jahren gesperrt.

Mit Blick auf die Sportler sind mit insgesamt 382 Sperren die Leichtathleten am häufigsten disqualifiziert. Auch die Länge der Sanktionen liegt in der Leichtathletik mit 4,8 Jahren über dem Durchschnitt (4,2 Jahre). Im Ländervergleich ist Indien an der Spitze der Sanktionen: 285 indische Sportler sind von sämtlichen Sportveranstaltungen wie den Olympischen Spielen ausgeschlossen. Lebenslange Sperren gibt es am häufigsten in Nordamerika: Kanada liegt mit 18 lebenslang gesperrten Athleten noch vor den USA (14). Was das betreuende Personal angeht, sind die meisten Personen aus dem Radsport gesperrt (44 Sanktionen). Im Ländervergleich stammen die meisten gesperrten Betreuer aus Italien (64). 

In welcher Sportart besonders häufig Sanktionen verhängt werden, erfahrt ihr hier:

Hier seht ihr, in welchen Ländern am häufigsten mit leistungssteigernden Substanzen betrogen wird:

Lebenslange Sperren gibt es am häufigsten in Nordamerika: 

Vier Fünftel aller Sperren gehen auf männliche Athleten zurück:

Werden bei einem Athleten leistungssteigernde Mittel festgestellt, so wird häufig auch das betreuende Personal gesperrt. Das ist im Übrigen auch ein enormer Aufwand für Sportwetten Anbieter, die ebenfalls auf dem neuesten Stand sein müssen, um die entsprechenden Sportler zu entfernen und gegebenenfalls die Quoten anzupassen.

In welcher Sportart das Betreuerpersonal am öftesten gesperrt ist, erfahrt ihr hier:

Mit diesen Dopingmitteln stehen Betreuer am häufigsten im Zusammenhang:

Italienische Betreuer sind beim Dopingmissbrauch einsame Sp(r)itze. In welchen Nationen es ebenfalls viele gesperrte Betreuer gibt, zeigt diese Tabelle:

Die Bilanz der Doping-Analyse: Mit Blick auf die Gefahr fehlender Dopingkontrollen während der Pandemie seit 2020 zeigt sich, dass es 2019 mit 670 Sperren tatsächlich fast doppelt so viele Sanktionen gab wie im darauffolgenden Jahr (381). Auch 2018 war die Zahl der verhängten Sperren (519) weitaus höher als heute. In diesem Jahr wurden bisher lediglich 104 Sanktionen ausgesprochen.

Der Beitrag wurde am 16.7.2021 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern veröffentlicht.
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