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Neue Fakten über Novomatic bezüglich Ibiza Affäre

Die Ibiza Affäre hält alle Casinofans seit 2019 in Atem. Teilweise wurde Novomatic mehrerer Bestechungen verdächtigt, die sich jedoch nicht beweisen ließen. Nun scheint der Fall anders zu liegen: Es wurden Chatverläufe veröffentlicht, die bisherige Anschuldigungen gegen Novomatic erhärten. Stimmen diese Beweise, so könnte Novomatic seit 2005 ein falsches Verhalten zeigen.

Drei Spielautomaten nebeneinander.

Es gibt neue Beweise, die die Anschuldigungen gegen Novomatic in Bezug auf die Ibiza-Affäre erhärten. (©Bru-nO/Pixabay)

Novomatic soll seit Jahren Bestechungen vorgenommen haben

Die Beweise, die nun ans Tageslicht gelangten, führen zu schweren Anschuldigungen gegenüber Novomatic. Bei den Beweisen handelt es sich um Chat-Verläufe zwischen einem Geschäftsmann und einem Novomatic-Lobbyisten. Dieser Chatverlauf gibt zwar keine Details wieder, was in der Vergangenheit ablief. In diesem Chatverlauf werden jedoch Drohungen und gutgemeinte Ratschläge ausgesprochen.

Diese Worte verdeutlichen, dass der Geschäftsmann in die Ibiza-Affäre involviert war. Aus diesem Grund wurde der Geschäftsmann vom Novomatic-Lobbyisten gewarnt: Er solle sich endlich aus dem Geschehen herausziehen, bevor es für ihn unangenehm wird. Dieser Geschäftsmann soll über sehr gute Kontakte zur ÖVP besitzen. Diese Fakten verdeutlichen den Zusammenhang zwischen Novomatic und wichtigen Politikern.

Dieser Chatverlauf ist jedoch nicht der einzige Beweis. Philipp Trattner hat ein Gespräch zwischen diesen beiden Personen gesehen. Dieses Gespräch wirkte sehr vertraulich. Dass die Aussage Trattners ernst genommen wird, liegt an folgendem: Trattner ist Sektionschef im Sportministerium und wurde von den Gesprächsbeteiligten um Vertraulichkeit gebeten.

Novomatic könnte seit Jahren Politiker bestochen haben

Für Novomatic ist es nicht die erste Anschuldigung. In den letzten Jahren wurde Novomatic des Öfteren beschuldigt, die Politiker zu ihren Gunsten überredet zu haben. Somit soll angeblich auch das Glücksspielgesetz so geändert worden sein, dass Novomatic einen großen Vorteil erhielt. Zudem hatte Novomatic versucht, das Staatsmonopol für Glücksspiele abzuschaffen.

Abgesehen von der versuchten Einflussnahme soll Novomatic in den letzten Jahren übertrieben Werbung präsentiert haben. Diese wurde großflächig auf Straßenbahnen präsentiert. Im Grunde genommen war diese Werbemaßnahme offiziell nicht erlaubt. Interessanterweise hatte die Stadt Wien erst darauf reagiert, als sich die Bürger darüber beschwerten.

Es gibt jedoch einen weiteren Grund, weshalb Novomatic mehrerer Strafbestände beschuldigt wird: Der ehemalige Vizekanzler Heinz-Christian Strache hatte in seiner eigenen Aussage Novomatic beschuldigt. Zwar hat er inzwischen seine Aussagen zurückgenommen, die Anschuldigungen auf Bestechung, Amtsmissbrauch und Veruntreuung stehen immer noch im Raum.

Aus diesem Grund musste Novomatic mehrere Razzien über sich ergehen lassen, die von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft durchgeführt wurden. Aber nicht nur Mitarbeiter und der Konzern selbst standen im Visier. So wurde auch Markus Tschank überprüft. Bei diesem handelt es sich um den ehemaligen FPÖ-Abgeordneten. Bei diesem soll Novomatic anscheinend versucht haben, eine Lizenz zu erhalten. Gerüchten zufolge soll ein hoher Geldbetrag geflossen sein. Dies lässt sich jedoch nicht eindeutig beweisen.

Mit diesen Folgen muss Novomatic rechnen

Die jahrelangen Gerüchte, Anschuldigungen und negativen Pressemeldungen mindern das Ansehen dieses Konzerns. All dies führte dazu, dass sich Novomatic bereits zum Teil aus Österreich zurückzog. Inzwischen gehen Gerüchte um, dass sich dieser Konzern sogar aus Europa zurückziehen möchte. Das würde bedeuten, dass die weltweiten Geschäftsbeziehungen ausgebaut werden würden.

Dies wäre sehr folgenreich, da das Unternehmen seinen Sitz in Gumpoldskirchen hat. Dort arbeiten mehr als 3.000 Mitarbeiter – weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 30.000 Mitarbeiter. Diese Daten verdeutlichen, dass sich das Unternehmen bereits stark außerhalb von Österreich orientiert. Trotzdem machen sich die in Österreich angestellten Mitarbeiter zu Recht Sorgen um ihren Arbeitsplatz.

Eine weitere Frage stellt sich, inwiefern der Staat Einbußen hinnehmen muss. Im Jahr 2018 erwirtschaftete Novomatic knapp 5 Milliarden Euro. Ein Großteil dieser Einnahme wurde sicherlich in Österreich versteuert. Zieht sich das Unternehmen noch stärker aus Österreich zurück, verringern sich zugleich die Steuereinnahmen.

Abgesehen hiervon zählt zur Novomatic Gruppe auch die Admiral Sportwetten GmbH. Diese ist nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland sehr bekannt und beliebt. Daher bangen natürlich nicht nur Casinofans, sondern auch Sportwetten-Fans um das weitere Vorgehen bezüglich Novomatic.

Sollten sich jedoch die Anschuldigungen verhärten, könnte dies ebenfalls zu einem minderwertigen Ansehen von Novomatic kommen. In diesem Fall könnten sich Umsatzeinbußen einstellen. Viele Online Casinos bieten Spiele von Novomatic an. Es wäre zu schade, wenn diese eine Zusammenarbeit mit diesem Konzern beenden würden.

Finanzielle Daten von Novomatic

In den letzten Monaten musste Novomatic Umsatzeinbußen verarbeiten. Diese lagen jedoch – offiziellen Aussagen zufolge – nicht an der Ibiza-Affäre. Vielmehr liegen diese am wochenlangen Lockdown, der auch zur Schließung der Casinos und Sportwetten-Büros vor Ort führte. Hierdurch kam es zu erheblichen Einbußen. Diese belaufen sich immerhin auf 20 Prozent.

Ein weiteres finanzielles Problem kommt demnächst auf diesen Konzern zu. Wie wir in einem anderen Artikel berichteten, wird in den nächsten Jahren ein Darlehen fällig. Ebenso wird in drei Jahren eine Anleihe zur Auszahlung fällig. Derzeit sollen sich die Schulden auf über 400 Millionen Euro belaufen. Aus diesem Grund hat Novomatic bereits ein paar Ideen veröffentlicht, wie die Verbindlichkeiten bezahlt werden können. So könnten einige Immobilien verkauft werden. Ebenfalls möchte der Konzern den Bereich mit Online Casinos ausbauen und den Markt in den USA stärken. All dies könnte für einen neuen Aufschwung sorgen.

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Der Beitrag wurde am 23.9.2020 in dem Magazin von Betrugstest.com unter den Schlagwörtern , , , , veröffentlicht.
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